Am 3. Advent , 13. Dezember, um 17 Uhr wird das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach wieder in der Erlöserkirche erklingen!
Es musizieren Solisten, ein Orchester und der kammerchopr lohbrügge.
Die Leitung hat Christopher Ledlein
DER EINTRITT IST FREI
„Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach verströmt Jubel und Freude wie kaum eine andere Musik. Für viele ist das Oratorium fest mit dem Weihnachten verbunden.
„Jauch-zet, Froh-lo-cket!“ – dieser Unisono-Ausruf des Chores ist für viele Menschen das Startsignal für die festliche Stimmung. Er erklingt zu Beginn des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach und bündelt die Vorfreude auf die Geburt des Christkinds in einer prägnanten musikalischen Geste. Einer Geste, deren tänzerischer Schwung schon die Einleitung des Orchesters grundiert, mit Pauken und Trompeten.
Vor fast 300 Jahren, am 25. Dezember 1734, erlebt das Stück seine Uraufführung mit dem Thomanerchor in der Leipziger Nikolaikirche. Bach hat seine Musik für den Gottesdienst geschrieben. Das „Oratorium zur Heiligen Weihnacht“ besteht aus sechs Kantaten von jeweils etwa einer halben Stunde Dauer. Jede Kantate gehört zu einem der sechs christlichen Festtage zwischen dem ersten Weihnachtstag am 25. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar.
Johann Sebastian Bach, Porträt von Elias Gottlob Haussmann
Johann Sebastian Bach wurde 1685 in Eisenach geboren. In seiner Hauptschaffenszeit war er Thomas Kantor in Leipzig.
Wie im 18. Jahrhundert üblich, hat Bach sein groß angelegtes Werk nicht komplett neu komponiert, sondern früher entstandene Stücke recycelt – etwa indem er sie mit einem anderen Text versieht. Knapp ein Drittel der Nummern aus dem Weihnachtsoratorium stammt ursprünglich aus anderen Zusammenhängen. Darunter auch der so beliebte Chor aus der ersten Kantate, den er zuvor mit dem Titel „Tönet, ihr Pauken! Erschallet Trompeten!“ in einer Glückwunsch-Kantate zum Geburtstag von Maria Josepha, Kurfürstin von Sachsen, verwendet hat.
Das Geniale daran: Bachs Musik wirkt trotzdem keine Sekunde lang wie zweitverwertet. Sie passt perfekt zu den Affekten und Bildern der Weihnachtszeit. (…)“
von: Marcus Stäbler, 2025

